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Suchst du noch oder schläfst du schon?

2meter3 inkompatibelFür unseren Aufenthalt in Stockholm hatten wir bereits Ende Juni zwei Betten für drei Nächte in einem Hostel per Internet gebucht. Um unseren Geldbeutel zu schonen, entschieden wir uns für ein gemischtes Acht-Mann-Zimmer. Das Hostel leistet sich - um Kosten zu sparen - keine eigene Rezeption, sondern verweist auf die Rezeption eines Schwesterhotels 300 Meter entfernt. Diese hat immerhin von 15-18 Uhr geöffnet.

Wer außerhalb dieser Zeitspanne anreist, darf den Türcode 1989 benutzen, für das Dorm (Schlafsaal) gibt es sowieso keinen Schlüssel. Unsere einzige Aufgabe an der Rezeption war somit, den ausstehenden Rechnungsbetrag zu bezahlen. Soll heißen: Wer irgendwann einmal Schwedens wunderschöne Hauptstadt Stockholm besuchen will und keine besonderen Ansprüche stellt, ist herzlich und natürlich kostenlos ins Abbes Budget Hotel in der Stora Nygatan 38 (optimal in der Gamla Stan gelegen) eingeladen.

Scheinbar ist diese Information bereits einigen Leuten bekannt. Denn bereits am ersten Tag fanden wir statt eines Acht-Bett-Zimmers ein Zwölf-Bett-Zimmer vor, in dem wiederum 16 Mann schlafen wollten. Logischerweise konnte man in so einer Situation interessante Kontakte knüpfen... :)

Zwei deutsche Zwillinge, die in der Nacht zum Flughafen aufbrechen mussten, vereinbarten mit einem dänischen Pärchen, dass nachts um drei Bettenübergabe ist. Die Dänen hatten übrigens ein privates Doppelzimmer gebucht, was aber trotz erhaltener Bestätigungsmail angeblich nicht beim Hotel vermerkt war. Ein deutsches Pärchen (beide SAP-Mitarbeiter, man hatte einiges zu bequatschen) legte sich kurzerhand Matratzen auf den Boden, um ebenfalls im großen Dorm übernachten zu können. Das dazugehörige Doppelstockbett war kaputt und stand im Nachbarzimmer. Es war bereits die dritte Nacht für die beiden in Stockholm - und zwar im dritten Hotel! Abbes betreibt genau drei Hostels in Stockholm, und immer war irgendetwas nicht in Ordnung und die beiden SAPler mussten umziehen.

Einige Italiener kamen zumeist nachts und besoffen nach Hause und konnten somit nicht auf ihre Identität und ihre Reservierung untersucht werden. Und dann waren da noch die beiden Mädels aus Marburg (danke nochmals für die Taschentücher), die von der Idee, einen Tag länger und kostenlos in Stockholm zu bleiben, auch recht angetan waren. Schlussendlich zog es die beiden am Sonntag aber doch an die Ostsee.

Fix und Foxy: der AutorMit den Mädels waren wir Samstag Abend übrigens in einer Art Biergarten und ich kam in den Genuss meines ersten schwedischen Kneipenbieres - für schlappe 43 Kronen (ca. 4,80 Euro für das 0,4er). Da lob ich mir das spottbillige Sixpack aus dem Konsum für 23 Kronen (rund 2,50 Euro, es hat kaum Alkohol, schmeckt ***** und ich habe es danach nie wieder gesehen...)

Noch ein paar weitere Fakten zum Hotel: Es gibt einen Mülleimer und vier Waschbecken im Flur, jeweils zwei Duschen für Männlein und Weiblein, jeweils eine Toilette (wobei das Herrenklo nicht verschließbar war) und eine Gemeinschaftstoilette (die man immerhin mit einem Haken verriegeln konnte und somit nur einen kleineren Spalt Richtung Flur offen ließ...) Ein Zettel vor dem Dorm verkündet: "No alcohol and no partying in the rooms". Na dann gute Nacht.